24.11.2025 | Dr. Peter Hug, VDMA Fachverband AMG
Zunächst wollte die neue Regierung das Gebäudeenergiegesetz wieder abschaffen, nun ist die Diskussion darum wieder aufgeflammt. Dabei ist einerseits eine Anpassung des GEG an die Neufassung der Europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) ohnehin notwendig, andererseits amortisiert sich die Investition in moderne Gebäudeautomation bereits nach wenigen Jahren und erleichtert zudem das ESG-Reporting. Attentismus jedenfalls hilft weder dem Klima noch dem Geldbeutel.
Bildquelle: © paul prescott von Shutterstock (Original), Bildmontage Punktum
Schon im Wahlkampf kündigte die CDU an, im Falle eines Wahlsieges das sogenannte Heizungsgesetz, also das Gebäudeenergiegesetz oder GEG, komplett abschaffen zu wollen. In letzter Zeit nahmen die Diskussionen um zumindest eine zügige Anpassung des GEG wieder zu, um mehr Flexibilität und Technologieoffenheit zu ermöglichen und endlich Rechtssicherheit für Investoren und Eigentümer zu schaffen. Dass eine Überarbeitung oder ein Ersatz des GEG durch ein neues Gesetz zwingend notwendig ist, ergibt sich schon aus der Verpflichtung die Neufassung der Europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) bis Mai 2026 umzusetzen.
Die im Raum stehenden Spekulationen um die zukünftigen Rahmenbedingungen in Sachen Gebäudeenergieeffizienz gepaart mit den Vorgaben für die Kommunen, kommunale Wärmeplanungen zu erarbeiten, führen zurzeit zu einem katastrophalen Investitionsklima. Dabei sind die Pfeiler durch die Notwendigkeit, die Vorschriften aus der EPBD in nationales Recht zu überführen, ohnehin gesetzt. Und gerade für die Maßnahmen im Bereich der Gebäudeautomation, die aktuell in §71A des GEG geregelt sind, ergibt sich kein nennenswerter Spielraum, was die Formulierungen im neuen GEG (oder wie immer das neue Gesetz heißen wird) anbelangt. Die an anderen Stellen eingeforderte Technologieoffenheit ist hier gewährleistet, die hohe Wirtschaftlichkeit von Investitionen in die Lösungen der Gebäudeautomation bei gleichzeitig signifikanten Energie- und Emissionsreduzierungen lassen zudem keinen Zweifel an der hohen Wirksamkeit dieser Maßnahmen.
Umso unverständlicher ist daher die Verzagtheit der Politik. Denn unter dieser leiden die Firmen der Gebäudetechnik und es kommt zu Marktverzerrungen sowie zu einer nachvollziehbaren Investitions- und Kaufzurückhaltung durch Investoren und Eigentümer. Diese Zurückhaltung führt zu einem ärgerlichen Aufschub von ohnehin erforderlichen Investitionen und schwächt den Industriestandort Deutschland noch weiter: Denn ohne moderne, zukunftsfähige Gebäudeautomation ist das Ziel, den hohen Anteil der Treibhausemissionen innerhalb der Gebäudebranche kontinuierlich gegen null zu senken und so einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimazielen zu leisten, nicht ansatzweise realisierbar. Zudem müssen zahlreiche Unternehmen bereits jetzt ihre Energiedaten gemäß EU-CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) in ESG-Reportings offenlegen, was ohne vernetzte Gebäudeautomation zu einer echten Herausforderung werden kann.
Man kann die Politik daher nur immer wieder auffordern, zügig für klare Verhältnisse beim GEG zu sorgen – um damit endlich die nötigen Investitionen und den Klimaschutz voranzubringen. Die Industrie braucht dazu verlässliche, langfristige und wettbewerbsdienliche Rahmenbedingungen. Eine Forderung, die man insbesondere in Sachen Gebäudeenergieeffizienz nur immer wiederholen kann.
Dr. Peter Hug,
VDMA Fachverband AMG
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