18.08.2025 | SAUTER Deutschland
Mit dem milliardenschweren Sondervermögen für Infrastruktur und Klima der Bundesregierung werden 100 Milliarden Euro für Klimaschutz und den effizienten und klimagerechten Umbau der Wirtschaft bereitgestellt. Diese Mittel sind gezielt für zusätzliche Investitionen über die nächsten zwölf Jahre vorgesehen und könnten wichtige Impulse setzen, um Bestandsgebäude zukunftsfähig zu machen. Und auch das neue Energieeffizienzgesetz (EnEfG), das vorschreibt, dass Bestandsgebäude-Besitzer bzw. -Betreiber wissen müssen, wo wieviel Energie wofür verbraucht wird, bietet neben Herausforderungen auch Chancen.
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Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verpflichtet Betreiber und Eigentümer größerer Bestandsgebäude, ihren Energieverbrauch detailliert zu erfassen und Einsparpotenziale zu identifizieren. Was zunächst wie eine Herausforderung wirkt, eröffnet im Zusammenhang mit den im Rahmen des Sondervermögens zu erwartenden Fördermitteln enorme Chancen: Wer seine Energieströme kennt und gezielt in Effizienzmaßnahmen investiert, kann nicht nur die gesetzlichen Anforderungen erfüllen, sondern senkt auch Betriebskosten und macht das Gebäude resilient gegenüber steigenden Energiepreisen und künftigen Klimaschutzvorgaben. Zudem wird die Energieeffizienz immer mehr zum entscheidenden Faktor für den Immobilienwert. Ein Trend, der sich durch die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen weiter verstärken wird.
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Mit Hilfe unserer Entscheidungsmatrix (siehe oben) können Sie unkompliziert feststellen, welche Vorgaben für Ihr Gebäude gelten. Sobald der jährliche Energieverbrauch 0,5 Gigawattstunden (GWh) übersteigt, greift nicht mehr die sogenannte Bagatellgrenze des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G). Ein Energieaudit wird dann verpflichtend. Liegt der Verbrauch bei mehr als 7,5 GWh pro Jahr, ist die Einführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 oder eines Umweltmanagementsystems nach EMAS vorgeschrieben. Für Rechenzentren und öffentliche Einrichtungen gelten darüber hinaus spezielle Bestimmungen.
Ein Energieaudit ist eine strukturierte Energieanalyse nach dem Standard DIN EN 16247. Im ersten Schritt erfolgt eine Bestandsaufnahme der Gebäude und technischen Einrichtungen. Dabei wird untersucht, wie die Immobilie genutzt wird, welche Systeme den größten Energieverbrauch verursachen, welche Komponenten den gesetzlichen Anforderungen noch entsprechen und wo Handlungsbedarf für Sanierungen oder Modernisierungen besteht. Anschließend wird ein Maßnahmenplan mit klar definierten Schritten und Zeitvorgaben ausgearbeitet. Oft ist die Umsetzung einfacher als erwartet: Durch die Erhöhung des Automatisierungsniveaus in Bürogebäuden, zum Beispiel von Kategorie C auf B gemäß DIN EN 52120, kann der Energieverbrauch bereits um bis zu 20 Prozent reduziert werden.
Wer seine Energiekosten reduzieren und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten möchte, kommt an einem systematischen Energiemanagement nicht vorbei. Ein solches Energiemanagementsystem bietet einen klar strukturierten Rahmen, um den Energieeinsatz gezielt zu erfassen, auszuwerten und zu optimieren. Ergänzend dazu kann die bestehende Gebäudeleittechnik durch zusätzliche Module erweitert werden, um Energieverbräuche transparent zu überwachen. Durch die direkte Anbindung an die Gebäudeleittechnik können Betreiber aktiv auf den Betrieb der technischen Anlagen Einfluss nehmen. Entscheidend ist dabei: Je umfangreicher und qualitativ hochwertiger die vorhandenen Betriebsdaten sind und je höher der Automatisierungsgrad, desto effektiver lässt sich das Energiemanagement gestalten. Auf dieser fundierten Datengrundlage, kombiniert mit den individuellen Energiezielen der Nutzer, lassen sich gezielt Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Sanierung ableiten.
Ein Energiemanagementsystem (EnMS) nach ISO 50001 stellt dabei einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess dar, bei dem Erfolge regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Die dazugehörige Software kann sowohl lokal installiert als auch cloudbasiert betrieben werden. Hersteller von Gebäudeautomationssystemen wie SAUTER bieten hierfür flexible, modulare Lösungen an, die von kleineren Objekten bis hin zu komplexen Großanlagen passend für unterschiedlichste Anforderungen sind.
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